Warum eigentlich eine Motiva?

Als wir begannen, von einer längeren Reise über die Meere zu träumen, stand schnell die große Frage im Raum: Welches Boot soll uns eigentlich dorthin bringen? Nach vielen Gesprächen, Besichtigungen und reichlich Grübelei fiel unsere Wahl schließlich auf eine Motiva 41.

Die Nalu hat uns nicht mit glänzendem Luxus oder perfekt polierten Oberflächen überzeugt. Stattdessen war es etwas ganz anderes: Solidität, Seegängigkeit und Charakter. Ein Boot, das offensichtlich dafür gebaut wurde, draußen auf dem Meer unterwegs zu sein – und nicht nur, um im Hafen gut auszusehen.

Allerdings muss man ehrlicherweise sagen: Als wir die Nalu entdeckten, befand sie sich in einem … sagen wir … durchaus fragwürdigen Zustand. Eigentlich war sie weniger ein startklares Schiff als vielmehr ein ziemlich umfangreiches Restaurationsprojekt.

Zum Glück wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, welche Ausmaße das Ganze annehmen würde.

Ausgestattet mit einer guten Portion Naivität, jugendlichem Leichtsinn und einer großen Begeisterung für dieses Boot entschieden wir uns trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – dagegen, ein „fertiges“ Schiff zu kaufen. Stattdessen begannen wir, uns die Nalu Stück für Stück anzueignen, sie als Schiff wirklich zu verstehen und sie genau so auszubauen, wie wir sie für unsere Reise brauchen.

Dabei war uns von Anfang an eines wichtig: Die Arbeiten sollten nicht irgendwie schnell erledigt werden, sondern mit handwerklicher Sorgfalt und möglichst in Werftqualität ausgeführt werden. Dass ein solcher Anspruch Zeit braucht, haben wir allerdings ein wenig unterschätzt.

Aus den ursprünglich geplanten zwei Jahren wurden schließlich fünf Jahre Restaurationszeit.

Fünf Jahre voller Arbeit, Entscheidungen, steiler Lernkurven und unzähliger Stunden an Bord. Rückblickend würden wir vermutlich nicht noch einmal ganz so unbedarft an ein solches Projekt herangehen – aber wir sind unglaublich froh, diesen Weg gegangen zu sein.

Denn heute kennen wir an Bord der Nalu jede Schraube, jedes Kabel und nahezu jeden Quadratzentimeter. Für eine Reise über Ozeane ist dieses Wissen vermutlich einer der größten Vorteile, den man haben kann.

Heute ist die Nalu für uns längst mehr als nur ein Boot.

Sie ist unser Zuhause auf dem Meer, unsere schwimmende Schwester und der Ausgangspunkt für alles, was noch vor uns liegt. ⛵


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